Chronicles of Llandy

In der Inplay-Area finden Rollenspiele mit dem Genre "Fantasy" statt.
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Yoosei
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Chronicles of Llandy

Beitrag #331 von Yoosei » 28.12.2016 03:08

Nylea

Kiyora holte schnell Wasser vom Fluss, füllte ihren Wasserschlauch auf und holte Holz für ein Feuer. Sie waren alle erschöpft und die meisten waren verletzt. Wie sollten sie so weiter ziehen? Sie ging zu Helena. Kiyora war etwas verwirrt von ihrem Verhalten,überging dies aber. "Wie geht es ihm?"
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Hagen
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Chronicles of Llandy

Beitrag #332 von Hagen » 28.12.2016 03:08

Roderik kommt in ein dichtes Waldstück...er lässt das Pferd im Schritt gehen und folgt einem Wildwechsel...aufmerksam schaut er umher..und nur seiner Aufmerksamkeit hat er es zu verdanken, daß er dem Pfeil schnell genug ausweicht..doch dafür erwischt ihn ein Prügel am Oberschenkel...er wankt, das Pferd steigt und er wird von mehreren Männern zu Boden gezogen..ein Schlag und ein Tritt...er versucht sich aufzurappeln, da trifft ihn ein Stiefel im Magen..er sackt zusammen..es wird schwarz um ihn...
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Morth
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Chronicles of Llandy

Beitrag #333 von Morth » 28.12.2016 03:08

Ein lautes Krächzen erfüllt die Luft,
wer nach oben schaut erkennt den Schwarzen Raben,
der wie ein Geier über Lucien kreist,
ehe er sich langsam auf dem Felsvorsprung landet
und den Wolfsdämon fast hämisch an zu blicken scheint,
dabei weiter Unheil verkündend krächzest.
Als wäre er selbst Vorbote des Todes.
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Yoosei
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Beitrag #334 von Yoosei » 28.12.2016 03:09

Wolfsmond

Auf Silberklaues Gesichtzüge lag ein Lächeln, es war ein angenehmer Traum den er hatte. Eine alte Hütte in einem verschlafenem Wald, die Hütte war trocken und mit weichem duftenden Gras ausgelegt. An seiner Seite eine hübsche Wölfin mit einem Welpen,seinem Welpen. Von weitem trug ihm der Wind das krächzen der Krähen ans Ohr. Die Bilder aus Glücklichen Tagen verschwanden. Silberklaue öffnete die Augen, das krächzen der Todesboten über ihren Köpfen wurde immer lauter. Mit einem Knurren an die gefiederten Unglücksboten stand Silberklaue auf. "Verschwindet ihr Pechbringer , bevor ich Euch rupfe und fresse." knurrte er. Noch etwas Schlaftrunken sah Silberklaue sich um. Wie lange mochte er bewusstlos gewesen sein. Er sah zu Lucien und spürte das er schwach war, väterliche Sorge machte sich in seinem Inneren breit und noch etwas beunruhigte Silberklaue. Der Mensch, der Krieger Roderik. Er konnte seinen Geruch nicht mehr riechen, so als hätte er die Gruppe verlassen, aber warum...ein Kampf? War er gefallen?
Langsam bekamen Silberklaues Pfoten ihren festen Halt zurück. "Was, ist passiert...warum ist Lucien so zugerichtet und wo ist Roderik?" fragte er und versuchte im Wind etwas zu wittern was ihm die Fragen beantworten könnte.
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Drachenschmetterling
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Chronicles of Llandy

Beitrag #335 von Drachenschmetterling » 28.12.2016 03:09

"Er wird wieder.. denke ich. Die Wunde ist tief, aber er blutet nicht mehr, aber das Fieber macht mir Sorgen..." sagte sie zu Kiyora und rieb sich kurz über das Gesicht. "Wie geht es dir? Ich habe mich glaube ich noch nicht bei dir bedankt... Danke, dass du mich uund Silberklaue beschützt hattest... Wie... Wie hast du das gemacht?" fragte sie freundlich mit vor Erschöpfung zitternder Stimme und half Kiyora so gut es ging mit dem Feuer auch wenn ihre verbrannten Handflächen schmerzten.
In all dem Trubel hatte sie nur die schwarzen Schatten gesehen, in die sich Kiyora gewandelt hatte und dieses kurze Bild huschte durch ihren Kopf, wenn sie die Augen schloss und reihte sich in das grausame Blutbad ein, welches ihr immer wieder Angst und Kälte durch den Körper fließen ließ wie ein grausames Gift.
Zunächst ignorierte sie den Raben, der krächzend über ihren Köpfen kreiste, doch als er sich Nahe Lucien niederlässt springt sie auf. Die alten Frauen hatten die Raben immer als Galgenvögel bezeichnet. Sie fand diese Tiere aufgrund ihrer Intelligenz lediglich beunruhigend. Der Blick dieses Vogels schien ihr aber so menschlich, als würde er Lucien... ja gerade zu hämisch anblicken.
Silberklaues Drohung gegen den Vogel löste sie aus ihrer Erstarrung. "Oh Silberklaue... " hauchte sie erleichtert. Er war wach, schien ihr bei klarem Verstand und sprach mit ihr. Das war immer ein gutes Zeichen. Sie ging zu ihm hin und schaute immer wieder zu dem Raben.
Langsam kniete sich die kleine blonde Frau neben dem großen Wolf, zu erschöpft um lange zu stehen und strich durch das blutverschmierte Fell. "Du warst schwer verletzt und Lucien... Du bist bewusstlos geworden und er hat dich getragen..." bewusst ließ sie die Tatsache aus, dass Lucien ihm eine Kopfnuss verpasst hatte. Sie glaubte, dass es den Wolf in seinem Stolz verletzen könnte. "... eine alte Wunde ist aufgerissen und er ist sehr erschöpft... Er hat dich den ganzen Tag getragen und fiebert nun..." Sie lächelte schwach. "Du kennst ihn schon länger als ich, aber selbst mir ist schon sein Selbstzerstörungsdrang aufgefallen." Ihre Augen wanderten kurz zwischen Lucien und Silberklaue hin und her. "Genau wie bei dir... Ich würde deine Wunde gerne ansehen und reinigen, wenn du erlaubst." Sanft strich sie über ihren Leinenmantel, der um die Wunde gewickelt war und mittlerweile bordeauxrot schimmerte vom getrockneten Blut. Sie erinnerte sich an das grausame Geräusch, als die Waffe des Feindes durch Silberklaues Haut riss und sah zu dem Raben über den sich der Wolf so aufregte. Was hatte das alles zu bedeuten? Warum hatte sie das Gefühl, dieser Rabe verstand jedes Wort?
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Yoosei
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Chronicles of Llandy

Beitrag #336 von Yoosei » 28.12.2016 03:09

Wolfsmond

Silberklaue sah wieder zu den Raben, er fixierte sie gerade zu. "Totengräber.", brummte er kurz. Dann wandte er sich der jungen Frau zu, die schon so lange zu ihm Sprach und dessen Name er vergessen hatte. Er lächelte leicht. "Ohh verzeiht junges Fräulein, in dem ganzen hin und her hab ich Euren Namen vergessen. Meine Wunde...natürlich dürft ihr sie Euch ansehen." Silberklaue blickte zu Lucien. "Er hat mich getragen ...verfluchter Narr. Ich bin doch viel zu schwer für ihn...selbstzerstörerisch....nun...ja wenn man ein Gewisses Alter hat und man schon zu oft in seiner Seele verletzt wurde...da achtet man nicht mehr auf sein Leben ...da ist es egal ob man lebt oder stirbt.", sagte Silberklaue leise und sah wieder zu den Raben hinauf, ein abwertendes schnauben verließ seine Schnauze.
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Morth
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Chronicles of Llandy

Beitrag #337 von Morth » 28.12.2016 03:09

Wieder krächzt der Rabe hämisch und plustert leicht die Federn auf, klappert etwas mit dem Schnabel und stolziert etwas auf dem Felsen herum,
alles in allem verhält er sich nicht wie ein richtiges Tier, viel mehr als mache er sich über die Gruppe lustig bevor er tatsächlich zu sprechen beginnt.
"ohh erkennst du mich etwa nicht? Oder hast du mich vielleicht etwa sogar vergessen.. oder unseren Handel?"
Wieder krächzt er zu einem hämischen Lachen.
"und wie kommt es eigentlich das du immer einen guten Fußtritt vom Tot entfernt bist wenn wir uns treffen?"
Wie bei der letzten Verwandlung umhüllt den Raben schwarzer Rauch und mit einer Drehung erhebt sich der Hexer mit der schwarzen Rüstung, die linke Hand am Schwertknauf und mit der Rechten auf dem schwarzen Stab gestützt.
"aber euer kleiner Haufen von Halbtoten braucht keine angst haben.
wie beim letzten mal komm ich in friedlicher Absicht oder... sagen wir das hängt von deiner Antwort ab.
Doch ich will ehrlich mit euch sein.. lehnst du ab werde ich so oder so sterben. Doch dann werde ich so viele wie möglich mit mir in den Tot reißen..
nimmst du an.. hast du einen mächtigen Verbündeten und so wie ich das sehe könnt ihr jede Hilfe gebrauchen die ihr kriegen könnt.."
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Hikari
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Chronicles of Llandy

Beitrag #338 von Hikari » 28.12.2016 03:09

(...wieder ne kleine Planänderung... ich hatte vorgehabt Luc für 4 ingame-Tage aus dem Spiel zu nehmen, aber irgendwie kommen wir so nie voran... also... macht das beste aus dem da unten. Könnt euch ja aussuchen wie lang er wirklich gefiebert hat.)

Er hatte sich nie vor Wasser gefürchtet und nicht vor Eis. Diejenigen unter ihnen, die Herren über das Element des Wassers waren, hatten schon immer einen Nachteil gegenüber anderen. Das Element, dass man beherrschen wollte musste dort sein. Man konnte die Wärme aus der Luft, dem Boden oder Lebewesen entziehen, sie leiten und lenken, bis sie zu einer Woge aus Feuer wurde, die alles vernichtete. Aber Wasser... Wasser gab es nicht überall und jene, die es zu Eis erstarren ließen waren Meister ihres Fachs. Aber... sie waren limitiert. Ihre Macht hatte Grenzen.
Erde... Erde war etwas anderes. Sie war überall. Eine unerschöpfliche Quelle der Macht, die sich nach dem Willen ihres Meisters formen ließ. Als er seine Frau das erste Mal traf, war er jung, unerfahren und von sich und seinen Fähigkeiten so sehr überzeugt, dass es ihm den Atem raubte als Helena ihn zu Boden schickte. Es war das erste Mal, dass er gegen sie verlor und das letzte Mal, aber es hatte ihn genug beeindruckt um ihr wenige Jahre später den Hof zu machen.
Als er seinem Fiebertraum von ihr träumte, sah er nicht das junge Ding, das ihn damals mit einem dumpfen Schlag auf den Boden geschickt hatte, er sah die Frau, welche sie geworden war. Schwarze Locken fielen ihr selbst zu einem Zopf gebunden bis zur Mitte ihres Rückens. Der auf seine Weise seltsam anziehende Körper - eine Mischung aus weiblichen Rundungen und stark ausgeprägter Muskulatur - steckte in einer metallenen Rüstung, die ein Hauch von nichts war. Er spürte es mehr als er es sah: die kräftige Beckenmuskulatur, die Andeutung eines Sixpack, der Busen, welcher durch die körperliche Anstrengung seine weichen Rundungen verloren hatte. In menschlichen Maßstäben hätte die Frau keinesfalls als attraktiv gegolten. Herzförmige Lippen, die leise seinen Namen flüsterten, unter bernsteinfarbenen Augen.
Ihr nackter Körper in nichts als ihren cremefarbenen Pelz gehüllt, während sie neben ihm im Bett liegt.
Er merkt gar nicht, wie er ihren Namen in seinem Wahn das erste Mal ausspricht und hätte er es wahrgenommen, hätte er sich für den rauen von Erregung geschwängerten Klang seiner Stimme in Grund und Boden geschämt.
Die Szenerie wechselte und der Dämon wälzte sich im Schlaf, wandte sich vor Schmerzen die nicht da waren.
Die selbe Frau kniete in seinem Traum. Die gold schimmernde Rüstung blendete ihn, als sie im Lichtschein von Fackeln aufblitzte. Er erahnte ihr Körpergewicht auf seinem, erahnte wie sie ihn mit den metallenen Stiefeln ihrer Rüstung zu Boden drückte, während der Dolch in ihrer Hand begann in seine Brust zu schneiden. Helena. Wieder sprach er den Namen in seinem Traum laut aus, dieses Mal flehend.
Etwas blitzte auf, schlang sich glatt und geschmeidig um den Hals der Frau. Als sie von ihm fortgerissen wurde, strömte Luft in seine Lungen. Er hatte gar nicht gemerkt, dass er den Atem angehalten hatte. Dann rannte er...
Noch ein Mal schnitt sie ihm den Weg ab. Wie aus weiter Ferne sah er, wie er sie bat ihn zu begleiten. Er hörte die Worte nicht, aber er wusste was sie ihm sagte. Seine Hände ballten sich in Traum und Realität zu Fäusten, ihr Name verließ so hasserfüllt seine Lippen, dass er wie Säure brannte.
Die Szenerie seines Traumes wechselte ein weiteres mal. Die Personen verschwammen zu schwachen Schemen und der zuvor noch verschwommen Hintergrund nahm Gestalt an. Ein Schlachtfeld, die Sicht eingeschränkt vom Regen und trotz des Unwetters war es etwas anderes, dass ihn die Kälte durch die Knochen jagte. Diese bedrückende Allgegenwärtigkeit des Todes und er war mitten drin. Der Krieg verfolgte ihn. Seine Vergangenheit verfolgte ihn. All die Nächte die er damit zu gebracht hatte den Alpträumen zu entkommen, schienen nun auf ihn hinabzufahren, ihn zu Boden zu drücken und ihn aus ihrer eisigen Umarmung nicht mehr entkommen zu lassen.
Mit einem Schrei fuhr er hoch, laut und von Todesangst erfüllt. Die Haare in seinem Nacken standen ihm zu Berge und seine Hand taste suchend nach seinen Waffen. Er fand sie nicht und ein Anflug von Panik ergriff ihn bis sein Geist auf die vertraute Anwesenheit von seinen Gefährten stieß. Erleichterung durchflutete seinen Körper und dennoch ging sein Atem ging unregelmäßig und sein ganzer Körper bebte. Er schmeckte Blut, offensichtlich hatte er sich selbst auf die Backe gebissen und für einen Augenblick starrte er orientierungslos in die Dunkelheit.
Wo war er? Und warum zum Teufel war er halbnackt?
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
Lowell Tracey
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Yoosei
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Chronicles of Llandy

Beitrag #339 von Yoosei » 28.12.2016 03:09

Nylea

Kiyora schaute Helena an. Sie sah deutlich mitgenomen aus. „Mir geht es den Umständen entsprechend bis auf die eine Wunde.“, es widerstrebte sie auf die zweite Frage einzugehen. „Ich bin kein normaler Mensch mehr und das...“, Kiyora hörte das Krächzen und sofort schaute sie auf. Ihre Muskeln spannten sich an als der Rabe sich niederließ. Sie versuchte zu erkennen ob es sich um einen einfachen Raben handle oder um mehr. Doch sie hatte die alte Bindung und dadurch jegliches Gefühl dafür verloren. Also fixierte sie ihn nur an, auf alles gefasst.
Dann begann er zu sprechen. Kiyoras Hand krallte sich um ihren Dolch Knauf. Sie hockte weiter neben Lucien, bereit für eine schnelle Reaktion.
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Drachenschmetterling
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Chronicles of Llandy

Beitrag #340 von Drachenschmetterling » 28.12.2016 03:10

(Hoffe wie ich es gemacht habe ist es für alle in Ordnung)

Erschrocken starrte sie den Raben an, als dieser begann zu sprechen. Sie hatte gespürt wie Kiyora sich in ihrem Rücken Kampfbereit gemacht hatte. Die junge Frau blieb bei Lucien um ihn zu beschützen und so konnte Helena bei Silberklaue verweilen. "Silberklaue... Was hat es mit diesem... Raben auf sich?" fragte sie mit zitternder Stimme, da verwandelte sich der Magier.In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Er hatte einen Handel angeboten. Scheinbar war er kein Fremder, aber die Entscheidung, die Kiyora und Silberklaue trafen konnte sie kaum beeinflussen. Sie wusste nichts von der Verbindung Kiyoras mit den Raben. Ob sie ihn aufnahmen oder wegschickten lag nicht in ihren Händen, aber er hatte recht, sie konnten jede Hilfe gebrauchen. Kiyora war ihm ablehnend gegenüber, während Silberklaue einen versöhnlichere Richtung einschlug.

Sie trafen ihre Entscheidung und Helena lebte mit dieser. Anfangs versuchte sie die düstere Stimmung und die bedrückende Stille von ihnen allen fernzuhalten. Oft versuchte sie mit den anderen zu reden, fragte nach ihrem Wohlbefinden und widmete sich ihren Aufgaben. So unnütz sie im Kampf gewesen war, jetzt konnte sie ihnen Helfen und für ihren Platz in der Gruppe dankbar zeigen.
Sie sah nach Kiyoras Wunden und brannte sie mit einem heißen Messer aus, damit das Fleisch nicht begann zu faulen. Ebenso wusch sie Silberklaues Wunden erneut aus und reinigte ihren Mantel von dem vielen Blut im Bach. Mit diesem Verband sie wieder seinen Bauch. Seine eigene Magie begann die Ränder langsam zu verbinden und so war es nicht nötig, sie nochmals von Hand zu nähen.
Leise summte sie die fröhlichen Lieder, die sie von den Gauklern gelernt hatte während sie abreitete und ihre scheinbar ewig anhaltetende Geschäftigkeit vermittelte ihr ein Gefühl von Rihe. So lange sie tat was sie konnte, fraß sich die Angst nicht bis in ihr Herz.
Mit der Zeit wurde sie immer stiller. Sie schlief nicht, kümmerte sich um all die Wunden, wusch die einfachen Leinentücher im fließenden Wasser und kochte sie dann ab um sie als Verbände zu nutzen und oft sah sie kurz in den Wald, in der Hoffnung Roderik würde bald auftauchen und drehte Luciens Ring in den Fingern, bevor sie sich wieder ihren Aufgaben widmete.
Sein Zustand machte ihr am meisten Sorgen. Kiyora und Silberklaue ging es mit jedem Tag besser, doch Luciens Fieber sank über zwei Tage lang nicht. Mit Kiyoras Hilfe gelang es ihr ihm alle paar Stunden etwas Wasser einzuflößen, aber würde er bald nicht aufwachen, würde sein Körper durch den Mangel dahinschwinden.
Nur zwei mal wich sie von seiner Seite und entfernte sich einige Schritte aus dem Lager. Einmal wanderte sie eine Stunde durch den Wald, auf der Suche nach nützlichen Kräutern, Beeren und Pilzen von denen sie sich ernähren konnten. Fand aber neben ein paar Kamillenblüten und einem Busch von Waldbeeren nichts.

Das andere Mal war sie bis hinter eine Biegung gegangen um auch ihren Körper von Blut und Schlamm zu befreien und selbst in dem kühlen nass neue Energie zu sammeln.
Sie hatte das Gefühl es sei ihre Schuld, dass sie alle so stark verletzt war. Hätte sie kämpfen können, hätte er sie nicht an sich ziehen müssen, hätte er seinen Rücken selbst decken können und Siberklaue wäre nicht in die Waffe des Feindes gesprungen und so sah sie es als ihre Schuldigkeit an all ihre Kraft dazu aufzubringen sie gesund zu pflegen.
Als Lucien das erste mal ihren Namen aussprach war sie einige Schritte entfernt von ihm und hatte die Lappen erneut ausgewaschen und im heißen Wasser ausgekocht, mit denen sie die Wunden von ihnen allen versorgte und seinen heißen Körper kühlte.
Sie hatte nicht verstanden, was er gesagt hatte, aber sie war aufgestanden und hatte nach ihm gesehen, seine Stirn glühte und mit Kiyoras Hilfe ihn aufgesetzt und etwas trinken lassen.
Als er sich im Schlaf wälzte, das Gesicht vor Schmerzen verzogen, flüsterte sie leise beruhigend seinen Namen und strich ihm über die Haare. Als er ihren Namen im Traum aussprach ließ der Klang etwas in ihr sich zusammen zu ziehen. Eine Angst machte sich in ihr breit, sie konnte nicht weit gehen um nach Kräutern zu suchen um ihm Linderung zu verschaffen. Sie sah erneut nach seiner Wunde und auch wenn es aussah als würde sie abheilen,sein flehen bewegte sie dazu, ihm erneut etwas ihrer Kraft zu schenken.
Ihre verbrannten Hände hatte sie mit den gleichen Leinen verbunden und kühlte diese so oft es ihr möglich war, doch nur langsam ließ das brennen nach.
Als sie ihn nun erneut heilte war es, als würden sie ihre Hände auf glühende Kohlen legen. Unter ihren Händen kühlte sich sein Körper ab. Doch schon diese kleine Heilung hatte sie viel Kraft gekostet.
Vor Erschöpfung schlief sie auf dem harten Boden neben ihm ein, nur für wenige Stunden lagen sie friedlich nebeneinander.
Geweckt wurde sie von seiner wütenden Stimme, die ihren Namen ausspie. Sie fühlte seine Stirn und stellte erleichter fest, dass das Fieber nachließ... Sanft strich sie über seinen Arm und musterte sein Gesicht. Was hatte sie ihm angetan, dass er sie so sehr hasste?

Als er erwachte, war sie gerade dabei seinen Körper zu waschen. Erschrocken war sie zurückgewichen und kniete neben ihm. Kurze Zeit mustete sie ihn. Endlich war er wach und die Erleichterung durch strömte sie. Ohne ein Wort nahm sie den Lappen und stand auf, sah ihn nur kurz aus müden Augen an.
Sie ging zum Feuer und sprach kurz zu Kiyora, so leise, dass nur sie es hören konnte "Kannst du ihm bitte diese Schüssel Wasser bringen? Er muss was trinken... und ich weis nicht ob er sich von mir helfen lassen würde..." Ihre Stimme klang dünn und kraftlos. Sie sah zu Silberklaue und zwang sich zu einem sanften Lächeln. "Wie geht es deinen wunden?" fragte sie den Wolf, während sie sich langsam neben ihn setzte.

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