Blutjagt (Shahar)

Darkfantasy/Horror

In der Inplay-Area finden Rollenspiele mit dem Genre "Fantasy" statt.
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Morth
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Blutjagt (Shahar)

Beitrag #1 von Morth » 05.02.2017 02:43

(link zum Offplay thread hier: Shahar Offplay)

Nebel hing über der alten Stadt namens Weinbrücke, die sich um die gleichnamige Brücke gebildet hat, welche über den Fluss Vorn führte.
Die verwinkelten Gassen der Stadt schienen wie ausgestorben, nachdem der Großteil der Bürger, aus angst vor den nahenden Armeen der Königstreuen und der Rebellen geflohen sind.
Weinbrücke war im Zentrum von Althera gelegen und war schon seid hundert Jahren nicht mehr angegriffen worden.
Bloß die Altstadt hat noch eine befestigte Garnison und eine Stadtmauer. Doch als die Stadt weiter gewachsen ist, War eine Palisade mehr als ausreichend zum Schutz vor Räubern die die Stadt plündern wollten.
Nun wo die Stadt drohte im Bürgerkrieg verschlungen zu werden, wirkte sie gerade zu schutzlos.
Ebenso war die Besatzung der Stadtwache verschwindend gering, die meisten waren zusammen mit den Zivilisten geflohen, so war nur der alte Garret zur Bewachung des Westtores beordert worden.

Auch auf den Feldern vor der so genannten Stadtmauer hing der Nebel so dicht, das man kaum einen Meter weit sehen konnte.
Und obwohl die sonne schon vor einer Halben stunde aufgegangen sein musste waren ihre strahlen unter dem grau verhangenen Himmel nicht zu sehen.
Obwohl es in der Nacht nicht geschneit hatte war der Boden und sämtliche Bäume schneeweiß vor Frost.
Garret fröstelte leicht unter dem Schwarz Gelben Wams in den Farben der Stadt. Und hob das Visier seines Schallers mit steif gefrorenen Fingen an um besser sehen zu können.
Hatte er dort nicht eben einen großen Schatten im Nebel gesehen?

Langsames schlurfendes Hufgetrappel und das Knirschen der zu Eis gefrorenen Grashalme durchbrach plötzlich die Stille, ebenso wie ein tiefes, müdes schnaufen, als aus dem Nebel ein gewaltiges, graues Schlachtross heran trabte.
Blutiger Schaum rann dem Tier aus Maul und Nüstern, während tiefe Furchen die Rüstung des Pferdes verunstalteten, und darunter dessen Fleisch zerschnitt.
Der Reiter, wenn man dies so nennen kann, da er wohl mehr im Sattel hing als saß, war von vergleichbarer Statur.
Wenn auch schlaksig war der Ritter im verbeulten und zerkratzen Plattenpanzer um die zwei Meter Groß.
Der Helm wirkte etwas altmodisch im Vergleich zur restlichen Rüstung, typisch für die Söldner aus Norwen, welche die Rebellen unterstützten.
Am Sattel hing ein Großschwert fast so groß wie der Ritter selbst, sowie ein eher Kleineres Schild, eine Tartsche die völlig zerkratzt wurde, dennoch konnte man das aufgemalte Wappen noch erkennen.
Unten eine silberne Burg auf rotem Feld, links einen silberner Ritterhandschuh der ein Jagdhorn hält auf schwarzem Feld, rechts ein Schwarzer Hundekopf auf silbernem Feld.

Garret umklammerte seine Partisane um seine Hände am Zittern zu hindern, ehe er langsam Auf den Ritter Zuschritt. Ehe ein lautes Geheul aus dem Nebel drang.
Ein grausiges Geräusch das an ein Wolfs-heulen erinnert ,doch auch dem Brüllen eines Bären nicht unähnlich war, doch bei der Lautstärke mochte man gar nicht wissen Wie gewaltig das Tier sein musste von dem dieser Laut stammte.
Garret ließ beinahe vor Schreck die Lanze fallen und stolperte nach Hinten. Als beinahe im selben Augenblick, der Reiter von seinem Schlachtross glitt und dumpf zu Boden fiel.
gerade zur rechten Zeit und auf der richtigen Seite, den andernfalls hätte der geschundenen Gaul ihm die Beine zermalmt, als ihm kaum einen Moment später die Beine ein knickten und er ebenfalls zu Boden ging.
Schließlich gab das, einst wohl stolze Ross ein letztes Schnauben von sich und nur noch das dumpfe blecherne Atmen des Ritters unter dessen Helm war zu hören.
Zuletzt geändert von Morth am 07.05.2017 11:35, insgesamt 1-mal geändert.
xAw
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Blutjagt (Shahar)

Beitrag #2 von xAw » 09.02.2017 14:48

Ein Krieg bedeutet immer viele…viele…sehr viele Tote. Krieg ist immer gleich. Zwei Fronten, von der jeder meint, richtig zu liegen. Aber so wirklich profitiert niemand. Die Armut zieht ins Land, Nahrung wird knapp und es fehlen schlicht die Männer Daheim…oder eben auch die Frauen.

Er zieht sich den Mantel, der eigentlich viel zu dünn für so ein nebeliges und kaltes Wetter ist, fester um den Hals. Innerlich verflucht er sich selbst, warum er damals nicht den anderen Weg genommen hat. Woanders ist es sicherlich wärmer, es gibt sowas wie eine Sonne und Leute die mehr Geld haben, als die paar Münzen. Hier möchte auch ungerne jemanden den Tod schenken, sind doch eh nur noch eine Handvoll Menschen in dieser Stadt, die das Rad irgendwie beim laufen halten.
Am meisten stört ihm aber der schlicht schiefe Blick von allen Seiten. Er weiß nie, ob er aufgrund seiner Schönheit oder aufgrund seiner Andershaftigkeit angestarrt wird. Gut…er sieht ja auch nicht so aus, als würde er aus der Gegend stammen. Die Flaschen und sonstiger kram an seinem Gürtel wirkt auch nicht so, als sei er ein unschuldiger Bauer, der sein Feld an einen Haufen Krieger verloren hat.
Er geht über den Marktplatz…naja von dem was noch übrig ist. Ein Krieg ist ja nicht wirklich dafür bekannt, den Handel anzutreiben…vielleicht werden bald hier Dirnen verkauft, um die zwei Fronten außerhalb der Stadt zu bespaßen. Dumm nur…dass er davon überhaupt nichts haben wird. Also muss er irgendwie außerhalb der Stadt an sein Geld kommen. Nicht das er in Nöten wäre…nagut er war sowas von Blank. In dem einzigen Gasthaus, wo noch halbwegs gearbeitet wird, konnte er sich immerhin so gut einschmeicheln, dass er dort auf Schulden essen und schlafen kann. Er könnte natürlich auch einfach türmen…aber wo hin? Nicht jetzt, wo er sicherlich die beste Idee des Zeitalters ausbrütet.
Ganz simpel muss er einfach nur beide Fronten davon überzeugen, die andere zu vergiften. Ist zwar doppelte Arbeit, aber auch doppelter Lohn. Und hey? Vielleicht ist man ihm so dankbar, dass man seine Schulden vergisst….nun… wohl kaum, man würde ihn wohl an den Galgen hängen, wenn alle wüssten, dass er ein Haufen von Waffenschwingern ins Grab gebracht hat.
Er steht vor dem Tor. Sicherlich soll es keinen reinlassen, aber raus? Da steht keiner, der ihm daran hindern würde in seinen Tod zu rennen. Draußen herrscht er sicherlich schlimmer, als hier drin. Er fummelt erneut an seinem Kragen, als ein Windhauch den Weg an seine Brust findet. Nein der Tod lauert hier überall, er wird hier noch an irgendeiner Krankheit krepieren. Unschlüssig blickt er die Mauer hoch. Am Ende der Brücke, geht er dann links oder rechts? Sollte er sich vielleicht einen Begleitschutz besorgen? Er kann zwar nur mit Luft und Liebe bezahlen…aber so wirklich kräftig und kampferprobt ist er wirklich nicht.
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Hikari
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Blutjagt (Shahar)

Beitrag #3 von Hikari » 06.05.2017 10:37

Das Schicksal ist grausam.

Das war so ziemlich der erste Gedanke, welcher der Priesterin durch den Kopf geisterte als sie durch Weinbrücke schritt.
Der Nebel war dicht, aber nicht dicht genug um das Elend zu vertreiben. Der Krieg hatte an dieser Stadt genagt und noch war es eine Art Wunder, dass keine der Parteien die Stadtmauer niedergerissen hatte. In einem Krieg wie diesem war eine Mauer wie diese nur ein Spielzeug. Ein kleiner Ast der vom nächsten Sturm gebrochen wird.
Aber das Leid und Elend der Menschen von Weinbrücke war nicht das einzige, das diesen Gedanken in den Kopf der rothaarigen Priesterin hervorrief. Nicht weit von hier hatte sie einst gelebt. Nicht weit von hier hatten andere für sie entschieden, wie ihr Leben enden würde. Nicht weit von hier hatte sie eine neue Chance erhalten. Sie umklammerte ihren Stab fester und die Fingernägel ihrer linken Hand bohrten sich dabei in ihre Handinnenfläche, während die Augen in den Schatten ihrer weißen Priesterrobe gefährlich aufblitzten. Ein Gedanke an Hass der verglühte, als der Wind an ihrer Kapuze und an den roten Locken riss, welche ihr bis auf den Busen reichten und unmöglich von der Robe versteckt werden konnten.
Dies war nicht der Zeitpunkt, um an die Vergangenheit zu denken, kein Zeitpunkt um Rache zu planen. Sie hatte Viccan nicht in Eile verlassen, um nun in der Vergangenheit zu schwelgen. Sie hatte das Pferd nicht gestriezt , um nun über das Leid dieser Menschen zu philosophieren. Der Griff um den Stab, der am oberen Ende zu einem Ring mit 7 Zacken wurde, lockerte sich leicht und die Kette um ihren Hals, welche eben jenen Ring wiederholt darstellte schwang leicht mit, als Ainsley sich auf dem Weg zum Westtor macht.
Mit jedem Schritt schienen ihre müden Beine, kräftigere Schritte zu machen. Mit jedem Schritt wich die Ausdruckslosigkeit in ihren Augen Entschlossenheit und als die etwas üppiger geformte Priesterin schließlich vor dem Westtor stand – Nebel und Wind rissen an ihren Haaren und ihrer Robe – war die Entschlossenheit dem Ausdruck eines Bluthundes gewichen, denn genau das war sie:
Ainsley Campbell. Priesterin von Nemrath. Ehemalige Henkerin der Inquisition und heute so etwas wie ihr Bluthund und sie war hier um einen ‚Krieg‘ zu verhindern der so viel größer war, als der Bürgerkrieg der vor den Toren Weinbrückes tobbte. Für einen Moment meinte man so etwas wie ein Lächeln auf ihren Zügen zu sehen. Sie war hier um Jagd einen Haufen Vampiren zu machen.

Möge die Jagd beginnen.
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
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Morth
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Blutjagt (Shahar)

Beitrag #4 von Morth » 06.05.2017 16:05

Die Gefrorenen Scharniere ächzten, als die kleinere Tür aufgestoßen wurde, die im linken Torflügel des Westtores eingelassen wurde,
als Garret murrend die blutige völlig in stahl gekleidete Gestalt hindurchzog, wobei der bewusstlose Ritter den Torwächter gut um zwei Köpfe überragte
und dessen Rüstung ein wenig schwerer sein sollte als seine eigene, zudem schleppte er gleich auch noch den Sattel mit den ganzen Waffen hinter sich her.
Aus den Augenwinkeln registrierte Garret nun den Astari und die Priesterin die wohl zufällig am Platz vor dem Westtor waren, oder wollten diese verrückten etwa die Stadt jetzt verlassen?
„Hey ihr da!.. wo wollt ihr hin?!“
Schnaubt er misstrauisch und deutet danach auf den leblosen Ritter.
„Hilft mir mal lieber den da ins Wachhaus zu Bringen!“
Rief er dann mehr in Richtung des gehörnten Burschen, wobei seine Worte wieder untermalt wurden, von dem Lauten grausigen Heulen, das nun deutlich näher kam.
Erschrocken fuhr Garret zusammen und blickte durch die offene Tür wobei man sein Gesicht, selbst unter dem Schaller, der es zur Hälfte verbarg, deutlich erbleichen sehen konnte.
Nun drang ein Scharren, und das Schnauben eines großen Tieres durch das Tor, ehe ein grässlicher Laut zu hören war, als würde Fleisch zerrissen und Knochen geborsten.
Irgendwas schien das tote Pferd vor dem Tor auseinander zu reißen, als wäre es ein Kaninchen.

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