Von Bänkelsängern und Edelleuten

Llandy ~ Spin-off

In der Inplay-Area finden Rollenspiele mit dem Genre "Fantasy" statt.
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Hikari
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Von Bänkelsängern und Edelleuten

Beitrag #1 von Hikari » 07.05.2017 11:34

Schwarze Locken wippten leicht, als die junge Frau sich ihren Weg durch das Unterholz bahnte und ihre Augen leuchteten selbst im schummrigen durch den Wald abgedimmten Licht der Dämmerung in einem goldenen Schimmer.
Ihr Gesichtsausdruck war nicht gerade freundlich zu nennen, aber das musste er auch nicht sein. Man hatte sie geweckt oder eher etwas. Ein seltsames Geräusch hatte die Frau aus ihrem Schlaf gerissen und ehe sie wusste was sie da überhaupt tat, hatte sie sich auf der Suche nach der Ursache gemacht. Für sie klang es wie eine Katze die um ihr Leben kämpfte und wenn man den schwarzhaarigen Lockenkopf sah und erahnte was sie vorhatte, dachte man vielleicht dass es großzügig von ihr war dieser Katze helfen zu wollen. Ja vielleicht unterstellte man ihr sogar Großzügigkeit und Mitleid, wenn man einen Blick auf ihre Gedanken erhaschte. Aber in Wirklichkeit war diese Frau von dem nerv tötenden Geräuschen dieser Katze so sehr genervt, dass sie nicht weiterwollte als dem Kätzchen die Kehle durchzuschneiden.
Bei dem Gedanken daran das Blut eines unschuldigen Kätzchens zu vergießen, verließ ein Geräusch der Befriedigung ihre Lippen. Wie lange hatte sie schon kein Blut mehr auf ihrer Haut gespürt. Wie lange hatte sie nicht mehr in dem Blut ihrer Feinde gebadet. Aber noch während sie über den Gedanken sinnierte, wurde der Frau mit den goldschimmernden Augen klar, dass sie diese Erfahrung nur hungriger machen würde. Dass sie sich nur noch mehr nach dem Blut des Mannes sehnen würde, der ihr Leben zerstört hatte. Lucien
Mit einem schütteln ihres Kopfes versuchte sie die Gedanken zu vertreiben und sich erst einmal auf die Beute vor ihren Augen zu freuen. Je lauter die kläglichen Klänge der Katze wurden, desto langsamer wurden die Schritte der Frau. Je langsamer sie wurde, desto leiser schritt sie über den Waldboden.
Nur noch ein paar Schritte und endlich ist diese Katze ruhig…
Doch als sie wenige Augenblicke später durch das Unterholz schlich und mit der rechten Hand ein paar Äste zur Seite schob, traf sie die Erkenntnis wie ein Schlag und hätte sie auch nur einen Funken Menschlichkeit besessen, hätte sie über den Anblick lachen können.
So verzog sie nur die Mundwinkel in einem Anflug von Abscheu, als sich vor ihr diese Kreatur daran versuchte ein Frühstück zu bereiten und dabei ‚sang‘. Das was sie die ganze Zeit für Gesang gehalten hatte war nicht mehr als der widerlich schiefe Gesang eines…
…was ist er? Sie? Es? Ein Gnom?
Noch einmal musterte sie dieses Ding und rümpfte vor Ekel die Nase als ihr Blick über die zerfleddert und dreckig wirkende Kleidung huscht und sie einen kurzen Blick auf diese scheuslichen gelben Augen erhascht. Nur Sekunden später wird der Ekel in ihren Zügen von einem Lächeln abgelöst. Das wird interessant.
Es würde wesentlich interessanter werden einen ‚singenden‘ Goblin zu foltern, statt einer Katze die Kehle zu durchtrennen. Nichts… absolut gar nichts war ein schöneres Geräusch als das Betteln eines Opfers. Mit Ausnahme von dem letzten Herzschlag. Oh… sie würde so viel Spaß mit diesem dummen, hässlichen Ding haben. So viel Spaß, dass es sich wünschen würde nie geboren worden zu sein. Mit einem Hochgefühl, das fast schon Erregung nahekam, löste sie etwas mehr von ihrer Magie und sie war gerade bereit, den Schmuck, welchen sie an ihrem Körper trug zum Teil in das zu verwandeln, dass er in Wirklichkeit war, als der Wind sich drehte. Abrupt stoppte sie den Magiefluss und starrte den Goblin mit geweitete Augen an. Noch einmal atmete sie ein und sicherzugehen, hielt den Magiefluss und ihre dämonische Aura zurück, bis sie sich sicher war.
Unter dem Gestank des Goblins, lag etwas versteckt. Etwas, dass ihr wage bekannt vorkam, aber überlagert war von so vielen anderen Gerüchen, dass sie einige Momente geduckt in dem Unterholz stand, bis es sie wie ein weiterer Schlag traf. Lucien
Für Augenblicke erwischte sich die Frau bei der Frage, was ihr Mann von einem solchen Ding gewollt hatte, dann schüttelte sie aber den Kopf und ließ den letzten Funken Magie erlöschen.
Die goldenen Augen verblassten zu einem hellen Braun, das fast cremefarben wirkte und dem gleichfarbigen Wolfspelz um ihren Schultern Konkurrenz machte.
Nur schwach verdeckte der Pelz das dünne hellblaue Kleid und den Schmuck, welcher in Form von Ringen und Ketten, den Hals, die Hände und Unterarme der Frau zierte.
Alles im allem machte die blasse Frau mit ihrer fast weißen Haut und den schweren schwarzen Locken den Eindruck einer Adeligen, welche von ihrer Wache getrennt worden war und nun ziellos im Wald rumirrte. Den genaugenommen zu muskulös wirkenden Körper mehr oder weniger gut in den dünnen Lagen Stoff und dem dichten cremefarbenen Pelz versteckt.
Möglichst unschuldig und harmlos wirkend, stolperte Helena Nermolanya durch das Unterholz auf die Lichtung, welche sich das Ding, als Lagerstatt gewählt hatte. Die Augen geweitet und nach Atem ringend, sah sie das gelbäugige Ungetüm flehend an.
„Bitte. Wir wurden angegriffen. Ich weiß nicht wo meine Begleitung ist… Bitte… ich bin so hungrig.“ Automatisch rutschte ihre Stimme zwei Tonlagen nach oben. Ließ sie einerseits, wie ein verwöhntes Ding klingen und andererseits wie eine verzweifelte verängstigte Frau, die naiv genug war, um nicht einen Tag alleine zu überleben.
Flehend sah sie Es an und versuchte eine Unschuldsmiene aufrecht zu erhalten, während sie in ihrem Kopf schon einmal die Möglichkeiten durchging, welche sie hatte und was genau sie tat, sollte Es ihr Flehen abweisen. Nur ungerne wollte sie die erste Spur töten, welche sie seit Monaten, Jahren von ihrem Mann hatte. Nur ungerne wollte sie sich in die Karten schauen lassen. Aber wenn sie eines in ihrer ‚Ehe‘ gelernt hatte, dann war es Männer genau das sehen zu lassen was sie sehen wollten.
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
Lowell Tracey
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Morth
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Von Bänkelsängern und Edelleuten

Beitrag #2 von Morth » 07.05.2017 13:08

„La la la! Tra la la la la ha ha! Wurmzahn brat sich eine Wurst! Danach kriegt er Durst!
Dazu gibt es Speck! Weil ihm so was schmeck... eh.. schmeckt!
Das Ra-ha-heimt sich leider nich .. is aber ganz egal, dazu räuchert man nen Aal!“

Ein ..Gesang.. oder eher unmelodisches, gesangsähnliches Gekreische und Gekrächze drang durch den Wald während
jemand völlig neben den Takt mit einem Holzlöffel auf einen verbeulten Topf einschlug.
Die Quelle dieses unsäglichen Krachs war ein kleines, verdrecktes grünes Wesen mit leuchtend gelben Glubschaugen und fledermausartigen Ohren,
gehüllt in Lumpen die wohl teilweise nur durch den Dreck zusammengehalten wurden der an ihnen haftete.
Der besagte verbeulte Topf, lag direkt auf den glimmenden Holzscheiten eines Lagerfeuers, während darin eine undefinierbare Masse schmorte die nach verkohltem Gemüse und gebratenem Fleisch und Fisch roch.
„Na na na na na! Und Tra la la la la ha! Auch Katze ist im Topf es war ein armer Tropf!“
Unterbrach er dann plötzlich den Gesang um einen Schluck aus einer Feldflasche zu nehmen.
Im kurzen Augenblick wo der Krach verstummte, zuckten die übergroßen Ohren kaum merklich auf wobei er die sich nähernden schritte deutlich wahrnahm und auch das sich wohl jemand gezielt an ihn anschlich.
Als er die Flasche wieder absetzte begann er wieder zu trällern und zog seinen Stiefel aus.
Scheinbar um zu sehen was dort drin war. Dabei legten sich seine überraschend langen krallenartigen Zehen an den Abzug seiner Armbrust,
die an seinem linken Bein lehnte, wobei nur einem geschulten Auge diese Bewegung auffallen sollte.
Tatsächlich fischte der Goblin einen Käfer aus seinem Stiefel den er einfach in den Topf warf, ehe die scheinbare Edeldame aus dem Unterholz hervorbrach,
dabei zuckte Wurmzahn jäh zusammen und lies den löffel überzeugend erschrocken fallen. während er die Armbrust mit dem Fuß ganz langsam zur Fremden hin ausrichtete.
„Was erschreckt ihr den armen Wurmzahn denn so? .. hat er euch vielleicht ausgeraubt?! Nein nein nein nein das hat er, hat er sicherlich überhaupt gar nicht!“
Jammerte er vorwurfsvoll und griff sich theatralisch an die Brust als würde er einen Herzstillstand erwarten.
„Und wegen dir brennt noch das schöne Frühstück an, ja ja ja außerdem ist da gar nicht genug für Zwei da,
muss Wurmzahn Entschädigung führ verlangen und noch mehr wenn das große Frauchen was abhaben will, ja ja das ist nur fair.“

Nickt er sich selbst mit schlackernden Ohren bestätigend zu.
„Außerdem wurde Wurmzahn auch nicht anständig gebeten, man muss doch die Etitäte einhalten!“
Dabei hob er den Holzlöffel wieder hoch, den er tadelnd durch die Luft schwang, während er einen hochnäsigen Gesichtsausdruck aufsetzte.
Wobei nicht klar war ob er sich über sie lustig machen wollte, oder eine zu hohe Meinung von sich selbst hatte.
Vielleicht sogar ein wenig von beidem.

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